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Busch will Eltern stärker fördern
LANDTAGSWAHL Ganderkeseer tritt im Wahlkreis 66 an – Sechs Jahre Elterngeld
Der 45-Jährige muss im Wahlkampf weite strecken zurücklegen. Bis ins Saterland reicht sein Wahlkreis.

GANDERKESEE - Im Vermitteln von Künstlern ist er Profi – nun will Thorsten Busch (45) beweisen, dass er auch Politik vermitteln kann. Im Wahlkreis 66 (Cloppenburg Nord) tritt der Ganderkeseer bei der Landtagswahl am Sonntag, 27. Januar, als Direktkandidat der Freien Wähler Niedersachsen an – und hat sich damit einiges vorgenommen: „Ich habe, da bin ich ziemlich sicher, den Wahlkreis mit den weitesten Entfernungen erwischt.“ Vermutlich hat er recht, gehören doch neben der Stadt Wildeshausen und der Gemeinde Großenkneten auch die Stadt Friesoythe sowie die Gemeinden Barßel, Bösel, Garrel und Saterland zu seinem Gebiet. „Wenn ich einen Termin im Saterland habe, bedeutet das 100 Kilometer – pro Fahrt“, so Busch, „aber das soll keine Beschwerde sein.“ Allerdings: „Der Wahlkreis müsste meiner Meinung nach künftig anders zugeschnitten werden.“

In seinem Wahlkampf stützt sich Busch natürlich vor allem auf die verschiedenen Wählergemeinschaften in seinem Wahlkreis. Dies sind die UWG Wildeshausen, die UWG Saterland, die Bürgerfraktion Barßel und die Kommunale Alternative Großenkneten. Derzeit ist Busch auf Rundreise durch alle Rathäuser seines Wahlkreises, wo er mit den Bürgermeistern spricht und sich vor Ort über die Probleme und Sachfragen informiert.

Neben kultur- und medienpolitischen Themen, die ihm aus beruflichen Gründen vertraut sind (siehe Infokasten), ist Busch auch die Bildungs- und Familienpolitik wichtig. Er fordert: „Alle drei Kindergartenjahre müssen für die Eltern kostenlos sein, das Elterngeld ist durchgängig sechs Jahre lang bis zum Schuleintritt zu zahlen.“ Wie er das bezahlen will, weiß er auch schon: „Eine Reform der Verwaltung in Richtung privatwirtschaftliche Strukturen würde immense Einsparungen bringen, zudem zeigt der Bund der Steuerzahler ja, welche Summen verschwendet werden.“ Darüber hinaus tritt der Ganderkeseer für die Spezialisierung von Gymnasien und die Erlaubnis zur Schaffung von Gesamtschulen ein.

Buschs politische Heimat ist die UWG Ganderkesee, die er im Jahr 2000 nach dem Ausscheiden aus der CDU mit gegründet hat.
 

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